sagt der Volksmund.
Allerdings sagt er auch:
"Wenn Geld verloren ist, ist nicht viel verloren.
Wenn
Gesundheit
verloren ist, ist etwas verloren.
Wenn Charakter verloren ist, ist viel verloren.
Wenn Gott verloren ist, ist alles verloren."
Was denn nun?
Ist
Gesundheit
die Hauptsache oder nicht?
Vielleicht ist ja die Fragestellung verkehrt und wir sollten vielmehr beleuchten,
worin denn nun dieses
»Hauptsache
gesund«
im weiteren Sinne bestehen könnte,
sodaß das alles optimalerweise wieder zusammenstimmt.
Was könnte mit einer »Haupt-Sache«
denn des weiteren gemeint sein?
Nun, bei einer
»Sache«
in Verbindung mit einem
»Haupt«
könnte es sich vielleicht auch zum Beispiel um
- sofern vorhanden -
das menschliche Gehirn handeln.
Steht nach dem Satz
»Hauptsache
gesund«
ein Ausrufezeichen,
eben wie im Titel-Spruch,
so könnte man das Ganze auch als Imperativ,
also als Befehlsform, deuten
- lakonisch und knapp, trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ziemlich klar.
Wenn wir den Spruch einmal spielerischerweise also dahingehend deuten,
daß gemeint ist, besondere Aufmerksamkeit solle darauf verwendet werden, daß das menschliche Gehirn
frei von Krankheiten bleiben möge,
so sollten wir uns freilich als Erstes fragen,
ob genau diese Idee einem
gesunden
Gehirn entsprungen sein mag.
Prinzipiell gesehen läßt sich selbstverständlich über diese Frage streiten.
Andererseits sollte es gewisse Wahrheiten geben, auf die sich
gesund
wahrnehmende Menschen einigen können,
bevor sie behaupten, daß jeder Mensch seine eigene
Wahrheit
hätte
(womit letztlich behauptet würde, daß es so etwas wie eine empirische
Wahrheit
überhaupt nicht gebe!).
Können sich zwei Menschen beispielsweise schlicht und einfach auf eine simple
Wahrheit
einigen wie die,
daß die Sonne hell ist
(ob Letztere dem Mensch nun jeweils sichtbar sein mag oder nicht),
dann läßt sich als weiterer Schritt auch über feinstoffliche
Wahrheiten
einig werden,
zum Beispiel die, daß eine der
hauptsächlichen Funktionen des Gehirns die sein sollte,
die
Wahrheit
(und zwar welchen ihrer zahlreichen Aspekte auch immer)
so
wahrzunehmen,
wie sie ist.
Daß
'Wahrnehmen'
nicht etwa gleichzusetzen ist mit zum Beipiel
'schlußfolgern',
'interpretieren',
'überlegen',
'Meinung bilden'
und so weiter,
sollte ganz klar
betont
werden.
Der jeweils vorhandene Grad der Entwicklung der
direkten
Wahrnehmungsfähigkeit
(dessen was wirklich ist)
und damit auch der
direkten Logik
ist nach Ansicht des
Autors
eines der aussagekräftigsten Indizien bezüglich der Klärung der Frage,
ob und inwieweit ein menschliches Dasein
sich diesem angeblichen Idealzustand
»Hauptsache
gesund!«
nun tatsächlich angenähert haben mag oder nicht.
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