Ulrich Stadters Einstellung zur Schulmedizin
Verstehen Sie mich bitte richtig: ich kenne sehr sympathische Ärzte,
von denen ich persönlich sagen würde (auch wenn sie selbst das
wahrscheinlich nicht so formulieren würden),
daß sie das verkörpern, was ich als esoterische bzw. ethische Ideale bezeichne.
Mir sind auch welche bekannt, auf die das leider eindeutig nicht zutrifft.
Das hat jedoch nicht viel mit dem Berufsstand der
Ärzte an sich zu tun.
Schwarze Schafe gibt es leider überall,
genauso auch in meinen beiden Branchen
Musiker
und
Yogalehrer.
Es gibt beispielsweise angebliche
»Livemusiker«,
die so tun, als ob sie selber spielen würden, was jedoch gar nicht der Fall ist. So etwas
finde ich, strenggenommen, Betrug.
Es geht mir also an dieser Stelle nicht etwa darum, Aussagen über einen bestimmten Berufsstand zu machen. So etwas fände ich
grundsätzlich nicht angebracht. Ich meine, daß es mit Recht kaum jemand gerne sähe, wenn über den eigenen Berufsstand - um
welchen auch immer es sich dabei handelt - pauschal hergezogen würde.
Folgendes bezieht sich vielmehr auf den grundsätzlichen
wissenschaftlichen
Ansatz, unter dem von unserem momentanen
'Gesundheits'-System
in Deutschland erwartet wird, daß es funktioniert.
Zwar respektiere ich die Schulmedizin grundsätzlich,
nachdem sie meiner Ansicht nach zweifelsohne ihre unverzichtbaren Aufgaben innehat.
Bezüglich der effektiven Behandlung von Krankheiten finde ich sie vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis her allerdings
in vielerlei Hinsicht 'verbesserungsfähig'.
Nähere Einzelheiten darüber können Sie meinem
Schreiben ans Gesundheitsministerium
entnehmen.
Jeder andere eigenständig
Gesundheitsinteressierte
hätte vor einem entsprechenden
wissenschaftlichen
und spirituellen
Hintergrund
in langjähriger intensiver
Forschung
vermutlich das Gleiche herausbekommen können,
wie das, was ich hier
'Yoga-Know-How'
nenne.
Wenn das vor mir bisher allerdings anscheinend keiner getan hat, kann ich es auch nicht ändern ...
Ich würde mir wünschen, dass Ärzte und gut ausgebildete
Yogalehrer
mehr zusammenarbeiten, so wie es z.B. von
Indien
bekannt ist.
Wenn dort ein Arzt einem Patienten nicht mehr helfen kann, schickt er ihn nicht selten weiter zu einem erfahrenen
Yogalehrer
(ich muss, glaube ich, nicht erwähnen, dass es in
Indien
genauso gute Ärzte gibt wie etwa in Deutschland).
Ein Unterschied zwischen europäischen und
indischen
Verhältnissen dürfte allerdings darin bestehen, dass es in
Indien
wesentlich mehr
renommierte
Yoga-Meister
gibt als woanders. Deswegen haben die
Yogis
dort mit Recht ihren festen Platz in der Gesellschaft, wohingegen
z.B. in Deutschland wahrscheinlich genauso mit Recht nicht alles unterstützt wird, was unter dem Namen
'Yoga'
läuft.
Ich muss immer wieder mit Bestürzung feststellen, dass manche (wobei der Begriff 'manche' genau besehen leider untertrieben ist)
Deutschen
Yogalehrer
bzw. Buchautoren in ihrer
'Ausbildung'
- oder sollte ich eher sagen: 'Einbildung'? - bestimmte Details
anscheinend nicht mitbekommen haben, die unerlässlich für eine verantwortungsvolle Lehrtätigkeit sind.
Beispiel: nach der originalen
Yogawissenschaft
sind Umkehrstellungen wie Kopfstand und Schulterstand für
Kinder
vor der Pubertät
verboten, da dies z.B.
Anomalien in der Drüsenentwicklung,
körperliche Frühreife und einen
Stopp des Gehirnwachstums verursachen kann.
Schlagen Sie ruhig die Hände über dem Kopf zusammen: "Aber im
Turnunterricht
wird das doch auch gemacht ..."
So paradox es klingen mag: viele 'Scharlatane' im Bereich
Yoga
wissen vermutlich überhaupt nicht, dass sie 'Scharlatanerie' betreiben,
weil sie es nämlich leider selber nicht besser gelernt haben.
Gut, ich will es etwas entschärfen:
Kinder
wollen einfach vieles ausprobieren. Wenn ein Kind rein spielerisch so eine Stellung einnimmt,
geht deswegen nicht die Welt unter. Was vermieden werden sollte, ist, daß
Kinder
Umkehrstellungen regelmäßig und über die Dauer eines
rein spielerischen Bewegungsablaufs hinaus praktizieren.
Das sollten Sie als Eltern einfach wissen.
Also, liebe LeserInnen, sollten Sie persönlich so etwas mitbekommen in Ihrem Umfeld,
können Sie die entsprechenden
ÜbungsleiterInnen
gerne freundlich darauf hinweisen,
dass
Yogaübungen
nicht aus dem Kontext einer soliden, originalen
Yogalehrerausbildung
(die nicht durch allzu westliche Tendenzen verwässert wurde!)
gerissen werden sollten.
Sie können damit auch gerne warten, bis das alles 'offiziell von oben' und von der Schulmedizin bestätigt wird.
Das kann allerdings dauern -
nur: unsere
Kinder
sind JETZT
Kinder
...
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2. September 2010
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