Indien
und der Westen
- Teil 2
Unabhängig von bestimmten Orten auf der Welt ist meine Meinung zur allgemeinen Entwicklung von dem,
was sich gemeinhin menschliche
'Kultur '
nennt, folgende.
-
Eine glückliche, weil in den ethischen Grundsätzen gefestigte und dadurch bereits sozusagen 'oktavierte'
- soll in dem Fall heißen: verfeinerte -
Kultur
trägt sich selbst und schützt sich selbst, weil sie nicht räuberisch ist, aber auch nicht etwa schwach.
-
Deswegen wird sie selbst meist nicht angegriffen und schadet auch keiner sonstigen
Kultur.
-
Deswegen wiederum wird sie nicht gewaltsam zerstört
- niemand kann mit Recht einen Grund finden, sie anzugreifen.
Es läßt sich somit sehen, daß das eine Art konstruktiver Rückkopplung ergibt
- eine Spirale lebensfreundlicher Eigendynamik kann sich
allmählich auf diese Weise aufbauen, sozusagen eben ein 'Engelskreis'.
-
Wenn so eine
Kultur
nicht zerstört wird, hält sie sich logischerweise lange,
denn die meisten Menschen dürften zumindest ein gewisses
Grundbedürfnis an Zufriedenheit erfüllt sehen innerhalb einer friedlichen, gut funktionierenden
Kultur.
Oder gibt es etwa jemanden, der gerne unglücklich ist? Ich kenne niemanden.
-
Auf der Grundlage, daß die
Kultur
sich lange hält, können sich über sehr lange Zeiträume hinweg weitere,
aufbauende
Kulturkomponenten
bilden, die sich hingegen direkt nach einem Krieg niemals bilden würden,
weil es in so einem Fall leider für lange Zeit
zunächst einmal auf viel rudimentärere Dinge
ankäme und überhaupt kein Fundament mehr da wäre,
um etwas Aufbauendes obendraufzusetzen.
Bis sich das wieder etabliert hat, dauert es ...
sofern nicht schon vorher wieder der nächste Krieg kommt ...
Die heiligen und weisen Menschen eines Landes beschützen die gesamte
Kultur.
Manche Menschen,
die bisher nicht die wohltuende Erfahrung tiefer
Meditation
machen konnten, assoziieren vielleicht mit dem Anblick eines still
dasitzenden
Yogis
etwa einen Arbeitslosen oder einen Verrückten oder, oder ...
Jedermanns Interpretations-'Sammelschränkchen' hat eben nur eine bestimmte Anzahl Schubladen.
Die können sich zwar wunderbarerweise mit
wachsender Erfahrung vermehren, aber wenn bisher keine Schublade mit dem Inhalt
'konkrete, tiefe
Meditationserfahrung'
angelegt worden ist - woher soll die der tatsächlichen
Wahrheit
entsprechende Interpretation kommen?
Ein scherzhaftes Beispiel:
wenn ein Techniker aus einem Land A, welches auf dem Stand der Technik ist,
auf dem Land B vor hundert Jahren war, in das Land B
kommt, dort einen zur Steuerung eines hochmodernen Raumschiffes gedachten Schaltkreis-Chip entdeckt,
ihn in den Mund nimmt, daraufhin das Gesicht verzieht und sagt:
"Hierzulande schmecken die Hustenbonbons furchtbar!
Nicht einmal das kriegt dieses 'Entwicklungsland' vernünftig hin!" ...
... dann können Sie, liebe LeserInnen, sich Ihren Teil denken.
Genau das ist es, was geschieht,
wenn einer einen
Yogi
sitzen sieht und aber in seiner Begriffswelt dafür keinen Platz angelegt hat, was das
wohl zu bedeuten haben soll
- nur mit dem Unterschied, daß der Begriff 'Technik' in dem Beispiel als geistlich-technische
Entwicklung zu verstehen ist.
Um zurück zu den Heiligen und Weisen zu kommen:
sie beschützen die gesamte
Kultur
und zwar
indem sie subtile, lebensfördernde Kräfte freisetzen.
Sie können auch sagen, das sind Menschen, die ihre
Kraft des Gebetes zu Gott so intensiviert haben,
daß Gott ihnen kaum einen Wunsch verweigern würde - und deswegen funktioniert es auch.
- Logisch, oder nicht?
Sie alle wissen, daß Gedanken Kräfte sind, wenn auch sehr feine, unsichtbare.
Jeder, der einmal z.B. autogenes
Training
gemacht hat, weiß das.
Aber fein heißt noch lange nicht un-existent.
Entschuldigen Sie folgende ausnahmsweise ironische Ausschweifung, liebe LeserInnen.
Eigentlich hasse ich Ironie,
aber ich versuche mir immer krampfhaft vorzustellen, was ein Atheist ist
- es tut mir leid, ich bekomme es nicht hin. Wenn ich mir
einen Atheisten vorzustellen versuche,
kommt mir immer ein Bild von einem fiktiven Wesen, das kein Nervensystem besitzt.
Es soll Menschen geben, die sich zwar selbst als Atheisten bezeichnen,
weil sie sich weigern, die Idee an ein göttliches Wesen anzunehmen
und die nichtsdestotrotz ethische Grundlagen zu leben versuchen.
(So einer war ich selbst eine zeitlang gewesen.)
Diese Art von Atheisten meine ich an dieser Stelle nicht etwa,
sondern eher diejenigen, die ethisch orientierte Bemühungen
von Grund auf eher als Zeitvergeudung betrachten.
Wie auch immer geartete 'Atheisten' mögen mir also verzeihen,
ich kann die 'atheistische Version' der Beschreibung heiliger und weiser Menschen momentan
nicht besser formulieren als in etwa so:
-
der
Autor
spricht von Wesen in
-
für optische Sensoren meist als humanoid zu identifizierender Form,
-
für elektromagnetische Sensoren hingegen wahrnehmbar als nicht etwa gegen,
sondern vielmehr mit dem Unendlichen gehende Gehirnströmungen,
-
[Wesen,] die als nicht räuberisch gelten, die sich
-
bis hin zur Entsorgung des feststofflichen Anteils ihrer Existenz im Kosmos
-
sowie darüberhinaus [oder canceln Sie die Vokabeln 'sowie darüberhinaus'...]
-
nach intergalaktisch gemeinhin kollektiv-lebensqualitätsfördernden Gesetzmäßigkeiten richten und
-
ungeachtet eventuell kursierender diverser Chaostheorien
-
als summarisch-produktives Ergebnis konsequenter Selbstdisziplin [siehe Duden]
unter anderem auch über ein hohes Maß an Einfluß auf
-
sowohl den vektorischen als auch auf den qualitativen sowie den chronologischen Aspekt
-
von Ereignissen nahezu beliebiger Art innerhalb des Universums verfügen.
-
Roger? Ende.
Es gab in
Indien
meines
Wissens
kein einziges Mal einen so zerstörerischen Krieg, daß dadurch
die alten
Kulturschätze
vernichtet worden wären.
Wir sollten auch die Kehrseite betrachten:
in Europa und vielen weiteren Ländern ist durch
Kriege, Inquisition und weitere Verbrechen
leider so viel an
Kultur
kaputtgemacht worden, daß
- ich habe das auch dem
Gesundheitsministerium
geschrieben -
wir heutzutage und hierzulande darauf angewiesen sind,
einen Teil unseres
esoterischen Gesundheitswissens,
so es denn über lange Zeit gewachsen und somit reichhaltig,
fundiert und ökonomisch funktionsfähig sein soll,
zu importieren!
Ansonsten würden wir eben nicht darüber verfügen und könnten wieder bei Omas heißen Kartoffelwickeln anfangen.
Gestehen wir uns das ein,
so sind wir einen wesentlich bedeutenderen Schritt weiter, als wenn wir an
einer Art Stolz festhalten und sagen würden:
"Wir sollen Wissen aus einem 'Entwicklungsland' akzeptieren? Lächerlich!"
"Was heißt hier 'akzeptieren'?" muß ich fragen.
Wir nutzen das bereits seit langem!
Jeder Manager, jede Hausfrau und alle Menschen, die nach ihrem stressigen Arbeitstag
wohltuende Erfahrungen mit
Yogaübungen
bereits gemacht haben, wissen, wovon ich rede, wenn ich sage: "Die ganze Welt verdankt
Indien
etwas Wertvolles."
Damit will ich sagen, daß wir Gott durch
Indien
danken sollten
und zwar hauptsächlich in Form eines Respektes vor
Indien,
der genauso
groß ist wie der vor unserem eigenen Land.
Damit fällt uns kein Zacken aus der Krone,
denn auch durch unser Land profitiert der Rest der Welt.
Wer genau hinschaut, kann sehr schnell sehen, daß
Indien
in seiner Hauptfunktion für den gesamten Globus
wesentlich mehr darstellt als etwa nur eine Art 'spiritueller Bananenrepublik'.
Kollegial ausgedrückt: "Freunde, hört her - ich sage es nicht gerne, aber ich halte es leider für die
Wahrheit:
esoterisch gesehen ist das Abendland ein 'Entwicklungsland'!"
Das klingt mit Sicherheit nicht schmeichelhaft und genau deswegen halte ich gewisse Gedanken für angebracht,
die sich in selbstkritischer Weise beschäftigen
mit unseren im Abendland leider bereits in den festen Sprachgebrauch übernommenen, offiziellen (!) Bezeichnungen
gegenüber ganzen
Kulturstrichen
auf unserer Erde wie
z.B. das Wort "Entwicklungsländer" oder vielleicht gar der Begriff "Schurkenstaaten".
Wer in solchen Kategorien denkt, muß sich nicht wundern,
wenn sein nach außen projizierter "fight of good against eeevil"
(Kampf des "Guten" gegen das "Böse") niemals in den Griff zu bekommen ist.
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wurde upgedated am 17. August 2010
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