Barmusik

Ein Artikel für Musikinteressierte

Pop-Bhajans | Musik-Alleinunterhalter Sommerfest | Alleinunterhalter Karlsruhe

Was ist Barmusik?

Vermutlich versteht nicht etwa jeder Musiker unter dem Begriff "Barmusik" das Gleiche.

Für Amerikanische Musiker oder Musikliebhaber mag der Begriff "Barmusik" gar eher ungewohnt erscheinen, obwohl in Europa unter dem Begriff etwas recht Amerikanisches gemeint sein kann. Im Ursprungsland der Barmusik würden vielleicht eher Worte wie "cocktailmusic" oder "lounge-music" Verwendung finden.

Trotzdem läßt sich vielleicht verallgemeinernd stilrichtungsweisend behaupten, daß bei Barmusik ein gewisser Anteil an jazzigen Elementen nicht fehlen sollte.

Solche jazzigen Elemente treten bei Barmusik nicht selten in Form von bekannten Amerikanischen Melodien auf. Hierbei läßt sich die Herkunft des weiteren grob unterteilen in Nordamerikanische (Swing, Blues, Ragtime) und Lateinamerikanische (oft Bossa Nova) Barmusik-Stilrichtungen.



Ein Barmusik-Pianist oder schlicht Barpianist, der einigermaßen original klingende Lateinamerikanische Barmusik wiedergeben möchte, sollte sich im Vorfeld zu Studienzwecken möglichst ursprüngliche Musik direkt aus Lateinamerika anhören und nicht etwa nur Europäische Export-Versionen, die rhythmisch und harmonisch oft stark vereinfacht sind bzw. leider einfach nicht so "grooven".
So ähnlich, wie für manchen Europäer alle Chinesen ähnlich aussehen mögen, so mögen auch solche musikalischen Klänge, die unter Verwendung bestimmter Rhythmusinstrumente oder Gitarrenbegleitungen erzeugt wurden, sich für ihn Lateinamerikanisch anhören.

So wie allerdings der Chinese seine eigene Oma unter Tausenden herauskennt, oder gar beleidigt sein mag, wenn jemand behauptet, er sehe ähnlich aus wie ein Japaner,
so hört auch der mit speziellen rhythmischen Musikelementen aufgewachsene Latino sofort, ob das Gehörte den strengen rhythmischen Regeln seiner Musikkultur entspricht oder nicht.

Derjenige Barmusik-Stil, der unter der Kurzform "Bossa" bekannt ist, entspricht in seiner eher sanften Art so ziemlich dem, was man unter 'relaxter', typisch südlicher Barmusik versteht. Wer kennt etwa nicht z.B. das berühmte 'Girl From Ipanema', geschrieben von der Brasilianischen Bossakomponisten-Legende Antonio Carlos Jobim?

Um diese Art Barmusik überzeugend live spielen zu können, muß der Musiker über eine gewisse Übung in rhythmischer Spielweise und in Jazzharmonien verfügen.

Das gilt genauso für die Nordamerikanischen Versionen der Barmusik, wenn auch da das rhythmische Element als Faktor der musikalischen Überzeugungsfähigkeit nicht ganz so im Vordergrund steht wie bei den südlichen Stilen der Barmusik.

Das Wissen um Jazzharmonien sollte Hand in Hand gehen mit entsprechenden Spezial-Tonleitern, da sowohl z.B. ein handgespielter Walking-Bass bei einem Swing-Barmusikstück als auch die spontane Erstellung eventueller barmusikalischer Improvisations-Passagen darauf aufbauen.

Ein Bossa-Bass ist im Vergleich dazu nicht nur bei Barmusik eher simpel gehalten. Meist besteht er in einem einfachen Wechselbaß (Grundton - Quinte) mit rhythmisch wiederkehrendem, unbetontem Achtel-Auftakt vor jeweils den betonten Basstönen.



Bei einer Barmusik-Darbietung durch Gitarristen, die als Einzelkünstler Lateinamerikanische Barmusik spielen, läßt sich so eine Bassbegleitung manchmal hören. In dem Fall wird der Bass mit dem Daumen gespielt, während die übrigen Finger rhythmisch dazwischen die mehr oder minder jazzigen Barmusik-Akkorde zupfen.
Manchmal wird auch der Bass synchron mit den Akkorden mitgezupft und bei ganz langsamen Balladen werden oft alle Saiten zusammen sanft gestrichen, z.B. im Rhythmus der Brasilianischen Clave.

Beherrscht der Barmusiker das Ganze auch noch mit gutem Gesang nebenbei, so läßt sich bestimmt von einer recht vollständigen Barmusik-Performance sprechen.

Die Aufgabe, einen dezenten und trotzdem selbst ohne Gesang fülligen Barmusik-Klang zu erreichen, gestaltet sich für den Mann am Barmusik-Piano insofern etwas einfacher, da er mehr Töne als der Barmusik-Gitarrist gleichzeitig zum Klingen bringen kann und da außerdem der Tonumfang seines Instrumentes auch tiefere und damit fülligere Bässe mit einschließt.
Allerdings: gespielt sein will auch das erst einmal. Denn wer mehr Töne spucken kann, der muß davor auch über mehr Töne nachdenken.

Alles in allem dürfte das Klavier beziehungsweise E-Piano eines der ganz typischen Solo-Barmusik-Instrumente sein.
Es kann bei einigermaßen geübter Spielweise drei wichtige Frequenzbereiche der Barmusik abdecken bzw wiedergeben: Bässe, Mittellage und (höhere) Melodien. Diese Eigenschaft ermöglicht ein recht ausgeglichenes Barmusik-Klangbild und schließt trotzdem nicht etwa aus, daß sich der Barmusik-Pianist außerdem gleichzeitig als Barmusik-Sänger betätigt.

Selbstverständlich lassen sich nicht selten auch mehrköpfige Barmusik-Ensembles finden,
so zum Beispiel das typische Barmusik-Klaviertrio mit Piano, Bass und Schlagzeug, das Barmusik-Duo mit Sängerin und Piano- oder Gitarrenbegleitung oder weitere Kombinationen.


- Ulrich Stadter, Barmusiker






Barmusik 
- Seitenanfang Barmusik 
- Seitenanfang Barmusik 
- Seitenanfang Barmusik 
- Seitenanfang
RSS-Feed   Impressum


Diese Barmusik-Webseite wurde upgedated im April 2017 .